Kotscha Reist: ‹Malerei ist ein alter Hut; aber manchmal sitzt dieser einfach besser›

28.5.-4.7.2015

«Backlight», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
«Backlight», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Bekanntmachung», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 170 x 230 cm
Bekanntmachung», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 170 x 230 cm
«Bellestrik», 2015 Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm
«Bellestrik», 2015 Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm
«Belgien Boy», 2015, Öl auf Leinwand, 105 x 85 cm
«Belgien Boy», 2015, Öl auf Leinwand, 105 x 85 cm
«Chinese board walk», 2015, Öl auf Leinwand, 100 x 58 cm
«Chinese board walk», 2015, Öl auf Leinwand, 100 x 58 cm
«Food», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm
«Food», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm
«Heroic Spirits» 2014, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Heroic Spirits» 2014, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Key Man», 2014, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Key Man», 2014, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Lamps», 2015, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm
«Lamps», 2015, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm
«Literary brackets», 2015, Öl auf Leinwand, 145 x 125 cm
«Literary brackets», 2015, Öl auf Leinwand, 145 x 125 cm
«Unloaded», 2015, Öl auf Leinwand, 110 x 200 cm
«Unloaded», 2015, Öl auf Leinwand, 110 x 200 cm
«Das Kabinett des Dr. Caligari», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Das Kabinett des Dr. Caligari», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Modell», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Modell», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Non Fiction», 2014, Öl auf Leinwand, 180 x 150 cm
«Non Fiction», 2014, Öl auf Leinwand, 180 x 150 cm
«Die Erklärung«, 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Die Erklärung«, 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«On Stage», 2015, Öl auf Leinwand, 125 x 160 cm
«On Stage», 2015, Öl auf Leinwand, 125 x 160 cm
«Projection Romantique», 2014, Öl auf Leinwand, 130 x 160 cm
«Projection Romantique», 2014, Öl auf Leinwand, 130 x 160 cm
«Protected Monument», 2015, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm
«Protected Monument», 2015, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm
«Revolving Door», 2014, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Revolving Door», 2014, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Side of the incident», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Side of the incident», 2014/2015, Öl auf Leinwand, 170 x 130 cm
«Stapelung», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Stapelung», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
Stapelung 2», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
Stapelung 2», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Stocking Canoos», 2014, Öl auf Leinwand, 80 x 110 cm
«Stocking Canoos», 2014, Öl auf Leinwand, 80 x 110 cm
«Verschalungen», 2015, Öl auf Leinwand, 110 x 90 cm
«Verschalungen», 2015, Öl auf Leinwand, 110 x 90 cm
«Cabinet du peintre», 2014, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm
«Cabinet du peintre», 2014, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm
«Stapelung 3», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
«Stapelung 3», 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm
 

Kotscha Reist ist Maler durch und durch, auch wenn er seine künstlerische Arbeit vor langer Zeit mit einer Fotografenlehre begonnen hat. Seine Auseinandersetzung mit dem Medium führt ihn von der Geschichte der Malerei zu seiner eigenen Geschichte, die er immer wieder malend umsetzt und hinterfragt. Mit seinen Bildfindungen verarbeitet er Erinnerungen und Wirklichkeiten und bringt sie in einen grösseren, allgemeingültigen Kontext. Ihn interessiert einerseits die Verarbeitung von gefundenem Bildmaterial und andererseits von Vorlagen aus dem kulturellen Bildergedächtnis. Es sind etwa Ausschnitte aus Zeitungen, Zeitschriften, Katalogen oder aus dem Internet, seltener auch eigene Vorlagen.

Er zeigt keine Sensationen, keine schrille Welt. Ihn interessieren die Zwischentöne, die Zwischenwelten, das Langsame und Stille, das Reduzieren auf wenige Aspekte. Seine Bilderzählungen entstehen aus Fragmenten und bilden daraus eine „Szenerie“. Die Betrachtenden sollen spüren, dass da noch viel mehr dahinter steckt, als auf den ersten Blick angenommen wird. Das Bild soll stets Fragen aufwerfen und daher inhaltlich unvollendet scheinen. Was verbirgt sich hinter den Paravents, den Wand- und Mauerstücken, oder was steckt in den Schachteln?

Kotscha Reist erschafft durch die Wahl scheinbar alltäglicher Sujets eine Rätselhaftigkeit, die ins Unerklärliche, Humorvolle oder auch Unheimliche gleiten kann. Es geht jedoch nicht um die Illustration einer zentralen Aussage, sondern um das „Potenzial“ eines meist einfachen und alltäglichen Motivs. Er verwendet wiederkehrende Motive wie Vögel, Äste oder Architektur. Die Motive werden unbewusst mit eigenen Geschichten und Assoziationen aufgeladen: Der Ursprung des Bekannten liegt letztlich in der Erinnerung.

Die Malerei ist geprägt von Leichtigkeit und Transparenz. Das „Sichtbare“ legt Kotscha Reist häufig auf der Kippe zum Verschwinden an; er malt nicht alles aus, deutet häufig Wichtiges nur an. Zudem mündet die Malerei oft in blinde Flecken, sodass der fassbare, benennbare und begreifbare Sinn fast entgleitet.

Er vergrössert und verfremdet die Vorlage, lässt etwa das gemalte Motiv wie durch einen Schleier gemalt erscheinen. Der Künstler ist ein Meister in der Dialektik von Absenz und Präsenz der Dinge.

Seine Malerei ist vielschichtig aufgebaut mit feinen Farben in gebrochenen Tönen, die manchmal durch lasierende Oberflächen zusätzlich getrübt werden. In seinen neusten Arbeiten sticht ab und an die Farbe hervor. Diese Werke, welche im Laufe des letzten Jahres entstanden sind, können als Serie angesehen werden, indem sie unvermittelt Querbezüge zueinander erlauben und als „Solitäre“, mäandrierend durch den Geschichtenlauf.



Archiv Bern/PROGR:
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Elsbeth Böniger - Prozesse 2004-2019
Filip Haag - Malerei und Zeichnung 2019
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Lorenz Spring - Spring im Winter 2014
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Filip Haag - Oder nach Absprache 2013
Mit dem Körper sehen 2013
Samuel Blaser - Diptycha 2013
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Zwischenspiel: PROGR In-House 2013
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