10.2019

Filip Haag

‹Malerei und Zeichnung›

24.5. – 29.6.2019

Eröffnung Donnerstag 23.5.2019, 18-20h

Filip Haag, «ROSAPEL», 2017, Gesso auf Baumwolle, 100 x 200 cm
Filip Haag, «UMLAMUN», 2018, Oel auf Baumwolle, 100 x 200 cm
Filip Haag, «SABILIMI», 2017, Oel auf Baumwolle, 120 x 190 cm
Filip Haag, «MALUMAF», 2017, Oel auf Baumwolle, 100 x 60 cm
Filip Haag, «ALMOST», 2017, Oel auf Leinwand, 90 x 72 cm
Filip Haag, «OLUNGEN», 2017, Oel auf Baumwolle, 120 x 90 cm
Filip Haag, «o.T.», 2018, Tusche auf Karton, 14.7 x 27.2 cm
Filip Haag, «KLAMBINIEN», 2019, Tusche auf Karton, 25.3 x 107.8 cm
Filip Haag, «RESIOLA», 2017, Oel auf Leinwand, 90 x 72 cm
Filip Haag, «SIPANOL», 2019, Bleistift auf Karton, 20,3 x 100 cm
Filip Haag, «SALAMINIUM», 2019, Oel auf Baumwolle, 45 x 60 cm
 

Die Wahrnehmung ist ein wichtiger Bestandteil in der Rezeption der Kunst von Filip Haag. Die Zeichnungen und Malereien lassen dem Betrachter einen grossen Interpretationsraum, obwohl sie eigenartig präzis wirken. Farbe, Fläche und Materialität sind entscheidend, das (Bild-)Medium kann variieren. Im Entstehungsprozess eines Werks ist der Ausgangspunkt nicht von Beginn weg klar, der Künstler lässt den Weg, den das Werk gehen soll, lange offen. Generell wird Filip Haag durch Neugier geleitet, er sieht sich als Forschender. Sein Werk pendelt zwischen Chaos und Ordnung.

Der Künstler will nie den Menschen, das Gegenständliche darstellen, sondern sein unbewusstes Umfeld, seine eigentliche Existenzgrundlage. Es handelt sich bei seinen Arbeiten immer um Vorstellungswelten, deren Bestimmung vage und offen bleibt, die jedem Betrachtenden überlassen und zugleich dem anderen verschlossen bleiben. Filip Haags Bildwelten machen Bereiche sichtbar, die über das eigentlich Sichtbare hinausgehen.

Unzählige Nuancen von Schwarz dienen ihm als Grundfarbe. Diese “Schwarzstufen“ sind jedoch nicht nur Düsternis und Vergehen, sondern auch Kontrast und Gegengewicht. Wenn er Schwarz einsetzt, so malt er genau so mit Licht. Sein künstlerisches Prinzip besteht im Hervorheben bestimmter Formen durch Um- und Übermalung mittels teilweise leuchtender Farben.

Die Malerei von Filip Haag hat ihren Ursprung oft im Chaos, im quasi verlorenen, absichtslosen Geschmiere. Die Werke entstehen durch gelenkte Zufälle, entwickeln sich im Schaffensprozess quasi selber. Die Flächen füllen sich mit aufgetragener, aufgeklatschter Farbe; oftmals geschieht dies auch mit blossen Händen. Und aus dem vermeintlichen Chaos heraus entwickelt der Künstler die Form, die präzise Zeichnung. Seine Arbeiten sind somit eine ständige Konfrontation von natürlichem Chaos und daraus heraus konstruierter Ordnung.

Zusätzlich zu den Malereien auf Leinwand entsteht eine Wandmalerei in der Ausstellung. Jeweils samstags am 25. Mai sowie am 1., 8. und 22. Juni wird diese überarbeitet und es besteht die Möglichkeit, dem Künstler bei der Arbeit zu zusehen. 

Am Montag, 27.5. um 18.30h gibt es in der Galerie eine Lesung und ein Gespräch POESIE DER MOMENTE. Fotos und Texte von Filip Haag, vorgestellt in einem Gespräch mit Michael Krethlow und gelesen von Michaela Wendt.