Pascal Danz / Martin Kasper

‹BODY AND SPACE›

25.9. – 24.10.2020

Eröffnung: 24. September 2020, 18-20h

 

Pascal Danz, «ort», 1999, Oel auf Leinwand, 100 x 80 cm
Pascal Danz, «Miami (camouflage golfwar)», 2005, Oel auf Leinwand, 160 x 120 cm
Pascal Danz, «wigwam / vanishing landscape», 2008, Oel auf Leinwand, 140 x 200 cm
Pascal Danz, «2007 (body 2)», 2007, Oel auf Leinwand, 160 x 120 cm
Pascal Danz, «Santa Maria», 1999, Oel auf Leinwand, 80 x 100 cm
Pascal Danz, «target (mountain)», 2000, Oel auf Leinwand, 80 x 100 cm
Pascal Danz, «crowd / demo (Poussin)», 2006, Oel auf Leinwand, Dyptichon, je 158 x 122 cm
Pascal Danz, «vanishing building», 2005, Oel auf Leinwand, 160 x 120 cm
Pascal Danz, «Exterior» 2000, Oel auf Leinwand, 135 x 160 cm
Pascal Danz, «1972 (ambulance)» 2007, Öl auf Leinwand, 50 x 65 cm

Pascal Danz, «heraldstreet», 2006, Oel auf Leinwand, 120 x 160 cm
Pascal Danz, «1964 (boac)», 2007, Oel auf Leinwand, 70 x 80 cm
Martin Kasper, «ping pong 1»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «ping pong 2»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «Becken»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «seats»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «usine 1»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «usine 2»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «usine 3»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «staircase 1»,2020, Oel auf Leinwand, 35 x 45 cm
Martin Kasper, «staircase 2»,2020, Oel auf Leinwand, 45 x 35 cm
 

Pascal Danz (1961-2015) und Martin Kasper (1962) gehören derselben Malergeneration an und kannten sich persönlich. Erstmals stellen die beiden Künstler gemeinsam aus und die Besuchenden können in der Ausstellung ‹BODY AND SPACE› ihre thematischen Gemeinsamkeiten, sowie auch ihre gegensätzlichen Umsetzung in der Malerei entdecken.

Die Malerei von Pascal Danz bewegt sich zwischen den Polen Figuration und Abstraktion und thematisiert Fragen der Wirklichkeit und der Möglichkeit ihrer Abbildung. Der durch die Medien gefilterte Zugang zur Realität diente Danz dabei als Grundlage. Seit 1996 trug er Fotografien aus Zeitungen und Zeitschriften, digitale Bilder aus dem Internet sowie persönliche Aufnahmen zusammen, die Ausgangsmaterial für seine Werke und Anreiz für seine malerische Auseinandersetzung waren. Er bearbeitete das Bildmaterial zum Teil digital und unterwarf es seinem eigenen Bild-Konzept, indem er Details eliminierte und so Historisch-Dokumentarisches verunklärte. Oft wählte er unspektakuläre Motive als Reflexionsgrundlage oder Bilder, die wegen ihrer zweifelhaften Abbildungsqualität und nicht unbedingt beabsichtigter „Fehler“ irritierten, wie Überbelichtung oder die bestimmte Wahl des Ausschnitts. Die Behandlung des Lichts und seiner Reflexe zieht sich als roter Faden durch das gesamte OEuvre und hat als bestimmender Faktor Pascal Danz‘ Leidenschaft für die Erforschung der Malerei geprägt. Licht dient nicht nur dazu Dinge sichtbar zu machen, sondern auch, das offensichtliche Motiv durch zu wenig oder zu viel Beleuchtung zu verschleiern. Meisterhaft verstand er es, Nebensächlichkeiten ins Zentrum zu stellen, vermeintliche Hauptmotive auszublenden und fotografische Besonderheiten wie Lichtpunkte oder Überbelichtungen in einem Nachdenken über das Sehen und die Wahrnehmung einzubeziehen.

Martin Kasper befasst sich als Maler seit über zwei Jahrzehnten mit Architektur und Interieurs. Auf konstruktive Weise nutzt er die Darstellung von Innenräumen als Experimentierfeld für künstlerische Standortbestimmungen und malt quasi Portraits von Räumen. In Kaspers Raumbildern eröffnen sich dem Betrachter Bildräume, die auf befremdliche Weise vertraut anmuten und so im Betrachter individuelle Assoziationen wecken. Die gemalten Räume sind in der Regel menschenleer mit einem starken Sog. Er verwandelt architektonische Räume durch seine Malerei in Schauplätze seelischer Befindlichkeit: Es entstehen Orte der Leere, gedankliche Freiräume, Momente gespannter Ruhe und Atmosphären von eigenwilliger Aura.
Durch Kunstgriffe wie Spiegelungen oder Brechungen unterstreicht der Maler die Fiktivität der Raumbilder, welche er so in Suchbilder verwandelt und damit ihre Mehrdeutigkeit unterstreicht. Hier etwas hinzugefügt, dort etwas weggelassen oder an den Proportionen manipuliert, wirken diese Räume auf den ersten Blick realistisch, bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch, dass die ursprüngliche Architektur nach den Anforderungen der Malerei verfremdet wurde und die vielen unscheinbaren Verschiebungen zu einem artifiziellen Gefüge verschmelzen, durch das sich ein subjektives Raumkonzept zu erkennen gibt.



Archiv Bern/PROGR:
Reto Leibundgut - Grace 2020
Danz/Kasper 2020
Erich Weiss 2020
Dong / Steinemann 2020
Christian Indermühle 2020
Peter Wüthrich - Literary Ghost 2020
Dominik Stauch - Painkillers 2019
Xerxes Ach - Secret Colors 2019
Peter Soriano Snowmelt 2019
Elsbeth Böniger - Prozesse 2004-2019
Filip Haag - Malerei und Zeichnung 2019
Pascal Danz - Works on Paper 2019
Bodo Korsig - Escape from Memory 2019
Kotscha Reist - Comptoire de Mystic 2019
COM&COM - Stone 2018
Reto Camenisch 2018
Christian Denzler 2018
Martin Kasper - Im Wechsel 2018
Denzler - Papier
Matchpoint 2018
Andrea Heller / Dominik Stauch 2018
Porter à l'envers 2018
Alfred Hofkunst 2018
Silvia Gertsch - Captured 2018
Winter Story 2017
Böniger / Indermühle 2017
Sereina Steinemann 2017
Xerxes Ach - inside outside 2017
Christian Indermühle - Glarea 2017
Peter Wüthrich 2017
Samuel Blaser - Skip the Pit Stop 2017
Filip Haag - Ins Auge 2017
Kotscha Reist - Painting As Usual 2017
Pascal Danz - Vor der Reise 2016
Laurent Schmid 2016
Freyschmidt/Merkisch/à Wengen 2016
Aquaréelles 2016
Com&Com - New works 2016
Reto Leibundgut - Clementine 2016
Erich Weiss feat. Otto Tschumi 2016
ABOUT PAINTING - PART II 2016
Dominik Stauch 2015
Christian Denzler - Neue Arbeiten 2015
Bodo Korsig - No regrets 2015
Filip Haag - Abrakadie & mehr 2015
Kotscha Reist 2015
Samuel Blaser 2015
Pascal Danz 2015
Elsbeth Böniger - Structures 2015
Catching Moments 2014
Now and Here 2014
(Hi)stories 2014
Summerproject 2014
Com&Com - Sky 2014
Katia Bourdarel 2014
Otto Tschumi - Variationen 2014
Lorenz Spring - Spring im Winter 2014
En-lighted 2013
Reto Leibundgut 2013
Patterns 2013
Filip Haag - Oder nach Absprache 2013
Mit dem Körper sehen 2013
Samuel Blaser - Diptycha 2013
Originally Bern 2013
Zwischenspiel: PROGR In-House 2013
Kotscha Reist - Old Ideas 2013
Pascal Danz 2013
Dominik Stauch - Rhinestones 2012
Tiefen Wirkungen 2012
Summerproject 2012
On paper 2012
Com&Com - Clouds 2012
Arno Nollen 2012
Looking Glass 2012
Raffaela Chiara - Transformer Kit 2012
X Years 2011
Dominik Stauch - Breathless 2011
Marius Lüscher 2011
Reto Leibundgut - Flora 2011
Kotscha Reist - Painting Life 2011
Microcosmes 2011
Elsbeth Böniger 2011
Laurent Schmid - Rope Tricks 2010
Reto Camenisch 2010
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Archiv Bern
Archiv Thun


 

Buchvernissage Donnerstag 22. Oktober 2020 18-20h

Pascal Danz

Werkverzeichnis / Catalogue raisonné

Hardcover, Fadenheftung, im Format 24 x 30 cm

418 Seiten, 1902 Abbildungen

Texte von Andreas Fiedler, Caroline Komor Müller, Felicity Lunn, Aoife Rosenmeyer

Herausgegeben von Felicity Lunn

Wissenschaftliche Erarbeitung und Projektkoordination Caroline Komor Müller

modo Verlag, Freiburg im Breisgau